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Die Welt zu Hause in Deutschlandwww.christ-camp.de
Wie alles begann...

Wir trafen die Welt in unserer Nachbarschaft, doch nicht in unserem Leben. Wir trafen sie im Supermarkt, doch wir kochten nicht am selben Herd und saßen an getrennten Tischen.
Wir trafen die Welt in unseren alten Kirchen, doch nicht in unseren Gottesdiensten. Die nigerianische Gemeinde feierte am Nachmittag und die tamilische schon am Samstag. Eine Welt voller Geschwister war zu Gast bei uns, doch von Freundschaft war nichts zu spüren. Wir teilten einen Glauben und wir teilten doch nicht eine Sprache. Wir teilten eine Freude und tanzten doch nicht den gleichen Tanz. Wir beteten zu einem Gott, doch niemals zusammen.
Dann fingen wir an, gemeinsam zu spielen, zu kicken, zu lachen und zu singen und fanden langsam eine Sprache, in der wir uns verstanden.
Schließlich haben wir unsere kleine Welt auf den Kopf gestellt. Die Migranten wurden zu Botschaftern ihrer Länder und hunderte deutsche Kinder und Jugendliche standen Schlange, um von ihnen Visa zu erhalten. Beinahe hätten wir das Aufenthaltsrecht in unserem eigenen Land verloren, doch die Botschafter drückten manches Auge zu. Wir wurden Gäste der Welt im eigenen Land. Und Geschwister wurden endlich Freunde.

