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27. Januar 2011, Spangenberg
Für ein Tagebuch sind zweieinhalb Jahre Abstand zum letzten Eintrag schon eine Menge. Nun sollte man meinen, daß läge daran, daß hier nichts passiert. Eindeutig ist das Gegenteil der Fall. Der Himmelsfels blüht, viele Projekte sind entstanden, die weit über alles Geplante hinausgehen und diesen Berg und auch die Stadt Spangenberg mit Leben füllen. Wir sind Gott von Herzen dankbar dafür, daß er seinen Segen so ausschüttet.
29. September 2008, Spangenberg
So langsam machen wir den Himmelsfels winterfest. Vor zwei Wochen hatte unsere neue Tanzkompanie große Premiere in unserem ebenfalls neuen Holzkirchenpavillon auf dem Himmelsfels und beim internationalen Gottesdienst in Kassel. Im Moment bauen wir weiter Wasser und Abwasser auf, die Wege sind aufgebaggert und der Himmelsfels sieht wieder einmal wild aus. Die ersten beiden Kandidaten aus unserer Arbeitsförderung haben feste Jobs in Spangenberg gefunden. Auch darüber sind wir sehr glücklich. Im November erwarten uns wieder die Trostkonzerte mit Njeri Weth. Mehr Informationen dazu findet Ihr unter www.trostkonzerte.de
10. Mai 2008, Spangenberg
Es sieht so schön aus auf dem Himmelsfels. Heute haben wir alles fertig geschmückt und alles fängt an zu blühen. Verpasst es nicht, dieses Jahr zu uns zu kommen. Wir sind gespannt auf alles, was auf diesem besonderen Gelände noch entstehen soll.
Unser Team wächst immer mehr an, inzwischen gibt es eine eigene Arbeitsförderung Himmelsfels mit 15 Menschen, die bei uns neue Orientierung in der Arbeitswelt suchen und gleichzeitig den Berg mit uns gestalten. Sie werden betreut von unserem Handwerksmeister Thomas Seitz. Gemeinsam bauen sie an vielen kleinen und großen Baustellen. Der Himmelsfels ist nun endlich mit eigenem Wasser, Abwasser und Strom versorgt und der Duschausbau liegt auch in den letzten Zügen. Außerdem arbeiten seit wenigen Monaten Steve Ogedegbe, deutsch-nigerianischer Gospel-Sänger und talentierter Pädagoge mit in der Programmleitung und Sabine Krauß aus Spangenberg sorgt im Büro für Ordnung und gute Abläufe.
All das wurde möglich durch die Hilfe von vielen von Euch und durch große und kleine Wunder. Bitte denkt weiter an uns, betet und hofft mit und wenn es Euch möglich ist, unterstützt uns bitte auch mit Spenden. (s. Spenden & Helfen)
11. Oktober 2007, Spangenberg
Es wird langsam Winter und dennoch erleben wir einen Aufbruch für den Himmelsfels. Vieles kommt in Bewegung und langfristige Perspektiven kommen in Sichtweite. Der Sommer war gesegnet und bewegend und der Himmelsfels hat mit gutem Geist manch schlechtem Wetter getrotzt.
Die Fotos des Sommers folgen bald in der Galerie.
9. Mai 2007, Spangenberg
Es gibt wieder einmal gute Nachrichten vom Himmelsfels. Nach guten Verhandlungen wurde unsere Stiftung als selbständig und rechtsfähig anerkannt. Nun hat sich der Regierungspräsident selbst angekündigt, um den Berg zu besuchen und die Stiftungsurkunde zu überreichen und zwar am Freitag, den 1. Juni gegen 14.00h
20. April 2007, Spangenberg
Ich hoffe, Euch und Ihnen allen geht es gut und Sie können die warmen Frühlingstage genießen. Auch der Himmelsfels blüht in diesen Tagen auf und es ist Zeit, aus dem Winterschlaf und der Programmpause zu erwachen.
Am 27. Januar wurde die Werner Pfetzing Stiftung Himmelsfels ins Leben gerufen. Leider gelang die offizielle Anerkennung erst im zweiten Anlauf, aber mit Hilfe des Regierungspräsidenten scheint der Weg nun gebahnt. Es ist gut möglich, daß der Regierungspräsident zur Überreichung der amtlichen Urkunde im Mai nach Spangenberg kommt, ein Termin steht leider noch nicht fest.
Ein zweites großes Thema der letzten Monate war und ist der Bebauungsplan für das Gelände. Der Bebauungsplan legt fest, wo, wann, wie, was gebaut werden darf, wie ein Gelände mit Wasser, Abwasser, Strom, Parkplätzen etc. erschlossen wird und das auf viele, viele Jahre hin. Wir sind sehr dankbar, daß die Stadtverordneten der Stadt Spangenberg im März beschlossen haben, dass ein komplett neuer Bebauungsplan namens „Kunstpark Himmelsfels“ für das Gesamtgelände entstehen soll. Nun werden wir in diesem Jahr noch sehr damit beschäftigt sein, diesen Plan im Detail zu erstellen und eine Langzeitvision für das Gelände zu entwickeln.
Diese Woche haben wir wir mit dem Mähen und der Gartenarbeit auf dem Berg begonnen. Im Februar haben wir sehr viel Baumaterial gespendet bekommen. Daraufhin haben wir eine Halle neben dem Gelände angemietet, um es dort zu lagern und in der Halle auch als Werkstatt an Bauwagen und anderen Projekten arbeiten zu können.
Homepage und Flyer: Die Aktualisierung der Homepage wurde jetzt begonnen, ist aber leider noch nicht abgeschlossen. Da das Projekt bisher immer auf die WM 2006 ausgerichtet war und auch unter dem Titel World Camp und nicht Himmelsfels lief, ist ziemlich viel zu ersetzen und erneuern. Die Homepage findet sich jetzt unter www.worldcamp.de und unter www.himmelsfels.de. Flyer für den Sommer und mit den neuen Perspektiven des Gesamtprojekts sollen auch in den nächsten Wochen entstehen. Wenn ihr mehrere braucht, um andere zur Unterstützung einzuladen, meldet Euch bitte. Gute qualifizierte Übersetzungshilfe in Englisch und Französisch für die Homepage, Flyer und bestimmte E-Mails suche ich auch.
Freitag, 19.1.2007, Spangenberg
Nun ist es soweit: Am Samstag, den 27.1.2007 wird die Werner Pfetzing Stiftung Himmelsfels offiziell ins Leben gerufen und alle sind herzlich eingeladen, dabei zu sein. Das Fest dauert von 15.00h bis 18.00h. Es wird ein großes Feuer geben und gute Gemeinschaft mit Glühpunsch, Musik, einem Rückblick auf die Geschichte des Himmelsfelsen und Ausblicken auf das Programm in diesem Jahr. Auf der Feier können Interessierte auch offiziell dem Freundeskreis der Stiftung Himmelsfels beitreten.
Samstag, 15.7. nach abgeschlossenem Abbau
So, jetzt haben wir alles aufgeräumt, geordnet und neu vorbereitet auf dem Himmelsfels, damit es auch in Zukunft weiter gehen kann. Wir haben die letzten Tage bis zum Finale auf dem Himmelsfels sehr genossen und viel Zuspruch erfahren. Viele haben auf dem Himmelsfels in besonderer Weise ein kleines Zuhause in der weiten Welt erlebt, Gott und Menschen lieben und achten gelernt. Und daher haben sich auch viele gewünscht, daß es weitergeht. Der Protest derer, die vorher sehr besorgt waren gegenüber World Camp ist fast vollständig verstummt und viele alte Besorgte sind neue Fürsorgende geworden. Wir haben uns entschieden, die Arbeit auf dem Himmelsfels weiterzuführen und nach und nach auch ein Team in Spangenberg anzusiedeln und die Arbeit weiter voranzutreiben. Zum Aspekt der Internationalität soll wie in diesem Jahr sicher auch in Zukunft der Aspekt des Generationsübergreifenden kommen. Es war immer ein Genuß, anzusehen, wie Senioren und Jugendliche nebeneinander aufblühten.
Auf jeden Fall könnte Ihr uns auch nach der WM besuchen und zwar an den World Camp Samstagen. Dazu alle Infos unter Aktuelles. Mehr zur Zukunft erfahrt ihr bald an dieser Stelle.
Mittwoch, 5.7. nach dem Ausscheiden der Deutschen Mannschaft
Hallo, Ihr Lieben, ja die Zeit geht fast zu Ende und wir haben es nicht geschafft, auf dem Berg groß Tagebuch zu schreiben, weil einfach so viel passiert ist und unsere Tage früh morgens begannen und bis spät in die Nacht andauerten.
Unser Fest ist und war wunderschön. Wir haben soviele Menschen kennengelernt und viele haben auf dem Himmelsfels ein Stück außergewöhnliche Heimat gefunden. Heute nacht hatten wir die Rekordzahl von 100 Übernachtungsgästen und zusätzlich 14 Kühen, die heute morgen durch ein offenes Tor eindrangen und dann friedlich zwischen Zelten und Botschaften grasten. Nachmittags und Abends kommen Gäste aus allen Generationen, holen sich ihren Reisepass am Zoll und machen sich auf die Weltreise durchs große Gelände. In Togo, Mexiko, Nigeria, Arabien, Korea und der Slovakei erwarten sie die unterschiedlichsten Botschafter und klären sie über Land, Kultur, Glaube und Musik auf. Einige der Botschafter sind mit Hilfe der Christlichen Friedensdienste aus fernen Ländern angereist. Andere wohnen seit langem schon in usnerer Nachbarschaft, sind aber hier das erste Mal bewußt Gastgeber für die Deutschen. Es gab schon einen indonesichen und einen kongolesischen Gottesdienst und mehrere Samstagabend-Gottesdienste mit großer internationaler Beteiligung und schönen Gospels. Überhaupt spielt der Gospel eine große Rolle. Von den coolen Jungs bis zur älteren Dame singen alle gerne mit und haben sich über die Wochen mehr und mehr aus der Reserve locken lassen.
Gestern war der Bischof der Kurhessen-Waldeckschen Kirche mit seinem Reisepass unterwegs im World Camp und hat uns allen durch seine Worte Mut gemacht. Das ist nur ein Beispiel für die viele Unterstützung, die wir erleben aus vielen Bereichen von Kirche und Gesellschaft. Wir denken inzwischen viel über die Zukunft der Arbeit nach und was im Hinblick darauf getan werden müßte. Auch darin sind wir ganz zuversichtlich und gesegnet und bestätigt, was wir in den letzten Wochen erleben durften.
Die ersten Wochen auf dem Himmelsfels
Viel haben wir erlebt seit unserer Ankunft hier auf dem Himmelsfels. Inzwischen hat die WM begonnen und von Tag zu Tag kommen mehr Menschen auf dem Berg und auch unser Festzelt steht. Gestern abend gab es den ersten internationalen Gottesdienst.
Kommt alle und erlebt die schöne Atmosphäre.
Bilder von Spangenberg



Dienstag, 30. Mai, Melsungen - Himmelsfels - Spangenberg:
Wir sind da! Es ist unglaublich, wir sind fast in Tränen ausgebrochen. Die Stadt ist auf dem Gipfel des Himmelsfels gelandet. Mit 12 rollenden Botschaften sind wir vor 3 Wochen losgezogen, mit 13 sind wir auf dem Berg angekommen. Die Bauwagen sehen wunderschön aus an ihrem Ziel. Bürgermeister Tigges und Frau Pfetzing haben sich zusammengetan und uns einen wunderbaren Empfang auf dem Berg geschenkt. Wir haben angestoßen, gegrillt und Abends einen Dankgottesdienst gefeiert. Jetzt muß ein wenig Ruhe einkehren, viele kleine Dinge sind noch vorzubereiten, um in 10 Tagen das große Fest zu starten. Aber jetzt soll für ein paar Tage erst einmal die Dankbarkeit regieren. Danke allen fürs Mitverfolgen. Sicherlich gibt es bald auch ein Tagebuch vom Himmelsfels.
Bilder von Melsungen



[b]Montag, 29.Mai, Melsungen:
Der letzte vollstängie Tag unserer Tour, bevor es morgen nach Spangenberg und auf den Himelsfels geht. Diese Tour war wirklich ein großer Segen und es wird ein noch größerer Segen seiin, wenn sie hinter uns liegt. Alles, was danach kommt, kann im Vergleich nur weniger problematisch sein. In Melsungen hatten wir vor allem Spaß mit vielen Kindern und Jugendlichen. Ein neuer marokkanischer Botschaft, Hamed, stieß zum Team und Marokko wurde prompt Weltmeister. Wir trauerten mit Tito, unserem indonesischen Botschafter, in dessen Heimatstadt das Zentrum des Erdbebens lag. Und wir feierten bei strömendem Regen ein kleines Konzert in familiärer Atmosphäre unter Pavillons und zum Segen stellte sich die Sonne ein. Am Abend packte uns der Ehrgeiz mit einer wunderschönen Stadt nach Spangenberg zu kommen und wir begonnen, alles zu reparieren, zu retten und zu dekorieren. Jetzt sind wir voller Spannung und Vorfreude auf unsere Landung auf dem Himmelsfels. Immer wieder begleitet uns das Lied: Ich schaue auf, Herr, zu den Bergen, woher mir Hilfe kommt. Sie kommt von dir, Herr, Herrscher des Himmels, Schöpfer der ganzen Welt.
Sonntag, 28. Mai, Gudensberg - Melsungen:
Endlich mal wieder ein richtiger Sonnentag, auch wenn es morgens noch nicht so aussah. Im Open-Air-Gottesdienst aber brach die Sonne durch und wir genossen es, gemeinsam zu singen und zu träumen. Danach ging es weiter Richtung Dörnhagen, unterstützt durch die Oldtimer vom Bulldog-Club-Nordhessen und auch den einen verbliebenen von Werner Pfetzings Bulldogs. In Dörnhagen rauschten wir über das Trucker- und Oldtimer-Treffen und machten ein wenig Werbung für unser Fest auf dem Himmelsfels. Nach einer sehr langen Pause, in der wir auf die Polizei warteten, ging es weiter Richtung Melsungen. Dies war wohl die gefährlichste Etappe unserer Tour mit bis zu 15% Neigung auf der Straße. Jackie durfte an ihrem ersten Tag auf dem Traktor gleich bis zum Letzten gehen und stand auf der Bremse. Später erzählte sie: "Ich dachte: Gleich muß die Dorit sich noch dazustellen." Abends wurden wir sehr herzlich von dem Melsunger Team empfangen mit einem Grill und frischen Steaks. Zum Aufwärmen hackten wir noch etwas Holz und feuerten die Sauna an und ließen den Abend warm ausklingen. Allerdings ist es in Klamotten am Ende doch etwas heiß in der Sauna.
Bilder von Gudensberg



[b]Samstag, 27.Mai, Gudensberg:
Ein wunderschöner World Camp - Tag in Gudensberg. Der Regen machte uns schon lange nichts mehr aus und so ließen wir uns bei unseren Vorbereitungen für das World Camp Fest auch nicht von ihm stören. Morgens besuchte uns das ZDF und schloß die Dreharbeiten für die große Reportage über World Camp ab (im Magazin "Menschen", Sa, 10.6., 17.45h). Das Fernsehteam war sehr nett und interessierte sich sehr für unsere Tour. Mittags öffneten wieder die Botschaften - inzwischen ergänzt um den Bauwagen von Indonesien. Bis hin zum Landtagsabgeordneten bekamen alle ihre Reisepässe. Das WM-Turnier von Gudensberg war bis zur Nachspielzeit spannend, der Trainer von Simbabwe sprang am Ende selbst ins Tor und sorgte so wieder einmal für den Sieg seiner Mannschaft. Das Gospelkonzert erlebten wir wegen des Regens in den Räumlichkeiten der katholischen Gemeinde. Die Gäste gingen sehr mit und der Abend wurde zum Ende sehr bewegend, als viele ihre Segenswünsche für Gudensberg und für die rollende Weltstadt aussprachen.
Bilder vom Königsplatz



[b]Freitag, 26.Mai, Kassel Wolfsanger-Hasenhecke - Kassel Königsplatz - Gudensberg:
In aller Frühe fuhren wir von der Hasenhecke aus los in Richtung Königsplatz in Kassel. Kurz vorher wurde der Fortgang der Tour noch einmal unsicher, da ein Polizist - noch während wir frühstückten - die Bauwagen kontrollierte und diese eigentlich gar nicht auf die Straße lassen wollte. Dann ließ er sich aber doch dazu bewegen und wurde im Laufe des Tages und der zwei Etappen heute fast zum Freund von World Camp. Am Ende verabschiedete er sich freundlich mit guten Wünschen.
Der Königsplatz erwartete uns mit schlechtem Wetter, aber guter Laune und vielen Besuchern. Der Bürgermeister von Kassel war ebenso anwesend wie der Probst und der Vorsitzende des gerade aufgestiegenen Kasseler Fußballclubs. Die Weltmeisterschaft wurde ausgetragen mit den Ländern Brasilien, Kongo, Simbabwe, Nigeria, Indonesien, Russland und Weltmeister wurde - wieder einmal - Simbabwe.
Vom Königsplatz aus ging es dann weiter nach Gudensberg und das Team hatte endlich wieder einmal einen ganzen Abend zum Erholen, da das Fest hier erst morgen Nachmittag beginnt.
Bilder von der Hasenhecke in Kassel



Donnerstag, 25.Mai, Kassel Wolfsanger-Hasenhecke:
Dieses Fest wäre beinahe im Regen untergegangen, aber das World Camp Team war ja bereits bestens geübt was Regenprogramm betrifft. Der Himmelfahrts-Gottesdienst mit Vertretern vieler verschiender deutscher und internationaler Gemeinden war ein besonderes Highlight, genau wie das Gospelkonzert von Njeri am Abend. Das Team sieht am Ende dieses gri0en Tourtages ziemlich fertig aus und wir hoffen auf gutes Wetter auf dem Königsplatz.
Mittwoch, 24.Mail, Diemelstadt - Kassel Wolfsanger-Hasenhecke:
Kein Tourtag mehr ohne Panne. Am Morgen ist uns an einem Traktor der Auspuff abgebrochen. Der Traktor fährt zwar noch, ist aber ungleich lauter. Die Hessische Polizei übernahm die Kontrolle und geleitete uns sicher nach Kassel. Unterstützt wurden wir souverän vom BulldogClub Nordhessen und dem Hanomag-Schlepperverein Breuna. In einem abschüssigen Gelände bekam Johannes zunächst den kleinen Gang nicht mehr rein und war seinen alten Bremsen sehr ausgeliefert. Aber wir sind alle lebendig in Wolfsanger angekommen und die Presse von Kassel direkt mit uns. Am Abend bauten wir die Bauwagenburg auf und genossen die grüne Soße der Wolfsanger-Hasenhecker und den guten Service.
Dienstag, 23. Mai, Bad Sassendorf-Kirchborchen-Diemelstadt:
Morgens feierten wir eine kleine schöne Andacht und bekamen einen besonderen Reisesegen von Bernhard vom Schlepperclub, der in Arabien übernachtet hat, um heute seine lange Rückreise anzutreten. "Gott hat seinen Engeln befohlen, daß sie dich behüten." Dieser Vers aus Psalm 91 war für uns eine große Verheißung für den Tag mit der längsten Fahrtstrecke unserer Tour. Und viele Engel waren nötig. Unser bewährter Güldner-Traktor blieb auf den ersten 100 Metern schon liegen, die Polizei war sehr ungehalten über den mißglückten Start. Wir mußten den Traktor bei einem Bauern zurücklassen und den Hänger an einen anderen anschnallen. Zum Glück hatten wir noch genug Traktoren, um fahren zu können. In Borchen löste der Historische Landmaschinenclub Kirchborchen den Oldtimer Stammtisch Bad Sassendorf ab und der Bürgermeister wünschte gute Weiterfahrt. Unser besonderer Engel für den Tag, Heinrich Schäfers aus Kirchborchen schickte seinen Tieflader nach Bad Sassendorf, um den Güldner nachzuholen. Nachmittags fuhren wir wieder einemal in strömenden Regen und auf einem Traktor ohne Verdeck frieren einem schon die Finger ab. Zwei der Oldtimer-Traktoren mußten unterwegs im bergigen Gelände aufgeben, aber alle Bauwagen erreichten mit uns Diemelstadt. Leider stimmten die Absprachen für unseren Unterbringungsplatz nicht und so parken wir nun auf der Straße. Der nahegelegene Mac Donalds hat uns eben mit Strom versorgt, so daß wir noch ein paar Reparaturen durchführen können. Willi Stiel von der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck begrüßte uns an der hessischen Grenze und sorgte für gute Laune und Vorfreude auf Hessen. Auch der dringend nötige Nachdruck unserer Reisepässe ließ sich jetzt plötzlich innerhalb von zwei Tagen mit einem Telefonat organisieren. Die Pässe werden nun am Freitag direkt auf den Königsplatz geliefert und der Drucker möchte auch noch Botschafter von Indien sein.
Montag, 22.Mai, Unna-Bad Sassendorf: Am Morgen wurden 3 unserer Traktoren von Tiefladern abgeholt und wieder zurück an den Niederrhein gebracht, weil sie dort wieder benötigt werden. Danke der Firma Fuhrländer für die spontane Unterstützung!! Mit nur noch drei Traktoren ausgestatten waren wir umso mehr auf die Unterstützung von Oldtimer-Clubs angewiesen. So kamen in strömenden Regen die Freunde vom Schlepperclub Dellwig (www.schlepperclub.de) und machten uns gute Laune. Gemeinsam schafften wir die Fahrt sehr gut, bis uns kurz vor Bad Sassendorf an Nigeria ein Reifen platzte. Da die Bundesstraße gestaut wurde mußten die anderen weiterfahren und Stocki mit Nigeria zurücklassen. Auf dem Parkplatz des Sport- und Schulzentrums Bad Sassendorf angekommen, wurden wir vom stellvertrenden Bürgermeister begrüßt. Als der von Nigeria in Not hörte, erklärte er sich direkt bereit, den Ersatzreifen, den Wagenheber und Jojo zum Unglücksort zu bringen und half beim Reifenwechsel. Am Abend half er dann noch dabei, daß uns unsere zwei platten Reifen neu aufgezogen wurden, so daß wir wieder die ursprüngliche Anzahl an Ersatzreifen zusammen haben. In Bad Sassendorf feierten wir auch ein kleines Fest mit ca. 60 Jugendlichen aus der Stadt und verschiedenen Landjugenden. Weltmeister von Bad Sassendorf wurde mal wieder Simbabwe. Der Trainer hat einfach ein Händchen für Talente und Motivation.
Bilder von Unna



Sonntag, 21.Mai, Witten-Unna: Ein aufregender Tag begann mit einem schönen Familiengottesdienst in Witten. Brasilien ist extra noch mit Polizeieskorte zur Kirche gebracht worden. Direkt danach mußten wir am WalMart aufbrechen, aber unser togolesischer Fahrer war noch nicht gekommen, da er sich verfahren hatte. Wir konnten nicht länger warten und fuhren mit großer Eskorte los. (Wenn wir nur 6 Fahrer sind, muß Johannes auch fahren. Sonst sitzt er vorne und bespricht die Sachen mit der Polizei.) Nach nur 400 Metern platzte an Deutschland ein Reifen an der Hinterachse. Die Polizei blieb wohlwollend, legte eine Pause ein und schoß Fotos von der Stadt. Wir waren froh, daß der Ersatzreifen passte. Inzwischen war Yao eingetroffen und konnte nun doch noch mitfahren. Es platzt kein Reifen am Bauwagen, ohne daß Gott darum weiß, dachten wir. In Unna angekommen, wurden wir von großer Resonanz überrascht. Eigentlich dachten wir, wir würden in der Landesstelle für russlanddeutsche Zuwanderer nur 10-20 Jugendliche treffen, dann wurde es doch ein kleines Fest mit bis zu 150 Leuten. Am Abend halfen uns die Sicherheitskräfte, ein kleines Lagerfeuer zu machen und wir ließen den Tag gemütlich ausklinken.
Samstag, 20.Mai, Witten: Heute mußte die Weltstadt beweisen, daß sie eigentlich eine Arche Noah ist. Der Wal-Mart-Parklplatz wurden vom Sturm und Hagel geflutet. Der Pavillon über unserer Bühne wurde vom Wind weggerissen und das Team wartete auf den Regenbogen. Manche Besucher ließen sich durch nichts abschrecken und die World Camp Familie auch nicht. Mitten im strömenden Regen bauten wir unser Fußballfeld auf und viele lachten nur. Aber dann kam für anderthalb Stunden die Sonne raus und Simbabwe wurde zum dritten Mal Weltmeister, diesmal vor Togo. Knut Hartwig, der Fritz-Walter-Darsteller von "Das Wunder von Bern" überreichte als Trophäen Fair-Play-Fair-Life-Bälle. Njeri gab ein kleines Gospelkonzert und wir schlossen die Stadt zwei Stunden früher als geplant. Das erste Mal auf der Tour heizten wir unsere finnische Sauna an, um uns aufzuwärmen und um uns zu trocknen. Danke allen Finnen für diese exzellente Sauna.
Freitag, 19.Mai, Essen-Witten: Jetzt sind wir tatsächlich schon in Witten angekommen. Die Etappe heute war wohl die härteste. Wir hatten nur insgesamt 6 Traktoren zur Verfügung, um 12 Botschaften zu ziehen, so daß alle zweizügig fahren mußten. Schon in Essen kamen wir kaum aus der Ausfahrt und ein Fahrzeughalter mußte polizeilich festgestellt werden, um ihn zu kontaktieren und zum Umparken zu bewegen. Während der Fahrt regnete es sehr viel und durch das zusätzliche Gewicht des Wassers litten auch die künstlerischen Aufbauten unserer Bauwagen. Dennoch kamen wir sicher in Witten an. Der Walmart und die Creative Kirche haben uns wunderbar aufgenommen und wir sind gespannt auf das morgige Fest.
Bilder von Essen



Donnerstag, 18.Mai, Essen: Ein bewegendes Fest auf einem traumhaften Platz in Essen-Margarethenhöhe. Der Platz fasste alle 12 Bauwagen im großen Kreis. Am Morgen goß es noch in Strömen und das Fest drohte unterzugehen. Das ZDF begleitete uns in die Schule, wo wir begeistert aufgenommen wurden. Martin, ein Schlagzeuger aus Sao Paulo, Brasilien, stieß zum Team. Am Nachmittag gab es eine große WM mit neuen gefärbten Trikots. Simbabwe wurde Weltmeister von Essen. Abends ein sehr bewegendes Konzert mit koreanischer Musik, der World Camp Gospel Formation und der Tanzgruppe der brasilianischen Gemeinde. Viele Leute blieben auch noch zum internationalen Gottesdienst. Das Team ging sehr gestärkt aus diesem Tag. Die Gastfreundschaft der Margarethenhöher hat uns sehr berührt.
Mittwoch, 17. Mai, Düsseldorf - Essen: Nachdem es am Dienstag noch nach Fahrerknappheit aussah, konnten wir am Mittwoch Vormittag fast pünktlich, unterstützt durch zwei grossen Trecker der rheinischen Landjugend mit 8 Fahrern die Landeshauptstadt gen Essen verlassen. Wie immer in Begleitung einer schwankenden Anzahl sehr wohlwollender (zumindest zu uns) und aufmerksamer Polizisten meisterten wir die bisher bergigste Etappe der Bauwagentour souverän und kamen deutlich schneller als kalkuliert in Essen an. Auch dieses Teilstück konnten wir ohne Schäden an Mensch oder Maschine hinter uns bringen. Vor Ort wurde der auf "unserem" Platz stattfindende Wochenmarkt von unserer Ankunft etwas üerrascht und sein Abbau beschleunigt.
Der Marktplatz der Margarethenhöhe ist ein für unsere Bedürfnisse bestens geeigneter Ort und bietet neben komfortabelen Raumverhältnissen auch eine schöne Umbegung, in der sich grosse grüne Bäume mit alten Fassaden abwechseln. Noch mehr als der Platz freut uns aber die sehr freundliche Aufnahme, die uns hier vom ersten Moment an zuteil wurde. Viele Passanten sind freundlich interessiert und lassen sich gerne zum Fest morgen einladen. Nachdem ein Grossteil der Aufbauarbeiten erledigt war, wurde vom Elternstammtisch des nahegelegenen Kindergartens bestens für unser leibliches Wohl gesorgt und beim gemeinsamen Abendessen wurde den anwesenden Eltern die Idee und Umsetzung von World Camp näher gebracht.
Morgen geht es für uns in mehreren Gruppen zur Sache: während ein Teil des Teams zwei Schulen (grund- und Gesamtschule) besucht, wird der Rest schon vormittags ein kleines Fest mit den Kindergartenkindern der Margarethenhöhe feiern und so vielleich schon einen kleinen Vorgeschmack auf einen hoffentlich fröhlich-ereignisreichen Nachmittag bekommen. Da in Essen gute Promotion gelaufen ist, hoffen wir auf eine grosse Beteiligung und viele Gäste, was sicherlich auch die Fernsehteams von ZDF und WDR freuen wird, die uns morgen unterschiedlich lange begleiten werden.
Dienstag, 16. Mai, Düsseldorf: Heute war ein sehr gemischter Tag. Wir haben neue Förderer für World Camp gefunden. Gleichzeitig wurde nachts in der deutschen Botschaft eingebrochen und alle unsere Nike-Trikots geklaut. Nur die nigerianischen, die nicht zurück ins Lager gebracht worden waren, sind uns erhalten geblieben. Njeri batikt schon neue.
Montag, 15. Mai, Düsseldorf: Kleine Verschnaufpause für Team und Weltstadt
Bilder von Düsseldorf



Sonntag,14. Mai Duisburg-Düsseldorf: Verstärkt durch zwei Oldtimer-Traktoren sind wir im Regen in Duisburg losgefahren. Zuerst war die Polizei nur mit einem Polizeiauto dabei. Wir mussten also auf die roten Ampeln achten. Da wir so nicht vorankamen, wurde doch Verstärkung geholt und wir wurden von neuen Motorrädern begleitet! Die Polizei sperrte die Kreuzung und wir kamen ohne Pannen in Düsseldorf an. Rund um einen Spielplatz in einer Wohnsiedlung stellten wir die Stadt ab und bereiteten das Fest vor, das dann sofort losging! Wir wurden sehr durch das Team des Sommerhotel Habichts unterstützt, dass uns für diesen Tourort aufgenommen hat! Die Umbauarbeiten waren sehr anstrengend, es hat aber logistisch alles geklappt und mit dem Festanfang kam auch die Sonne wieder! Weltmeister aus Düsseldorf wurde wieder Arabien und Türkei! Deren Botschafter ist extra aus Duisburg mitgekommen und muss ein sehr erfolgreiches Trainingskonzept haben! Das Finale und die Siegerehrung wurden durch die Musik aus fremdsprachigen Gemeinden (New Life Fellowship, La Bonne Nouvelle de Jésus Christ und International Presbyterian Church) zu einem ganz besonderen Moment! Als Abschluss hatten wir noch einmal das Vergnügen den Hip-Hop von Street Evolution zu genießen! Danach gab es ein sehr leckeres internationales Büfett, das die internationalen Gemeinden und das Team des Sommerhotel Habichts beigesteuert haben! Der Abend wurde abgerundet durch ein Segnungskonzert von der Tanzgruppe der brasilianischen Gemeinde, „Living Sound“ und Njeri Weth.
Bilder von Duisburg



Samstag, 13. Mai 2006, Duisburg: Ein besonderer Tag. Viele Kinder und Jugendliche haben das Fest sehr genossen. Weltmeister von Duisburg-Marxloh wurden Arabien und die Türkei. Ein paar arabische Jugendliche haben sich auch als Botschafter gewinnen lassen und in unserem arabischen Bauwagen Visa verteilt. Leider fing es gegen 18.00h an zu regnen und viele Gäste gingen wieder. Am Anbend sind wir dann in die schöne Kirche gegangen und haben dort ein bewegendes Gospelkonzert und einen schönen Gottesdienst erlebt. Superintendent Armin Schneider war mit ganzem Herzen dabei.
Freitag, 12.Mai 2006, Duisburg: Der heutige Tag war etwas ruhiger. Wir haben allerlei Besorgungen gemacht und uns in Ruhe auf dem Platz eingerichtet. Abends saßen wir zum Grillen mit dem Pfarrer der ev. Kreuzeskirche zusammen und stimmten uns auf den Festtag ein.
Donnerstag, 11.Mai 2006, Krefeld - Duisburg: Morgens mußten wir schnell noch einen Kompressor kaufen, um die Räder wieder fit zu bekommen. Ein Rad wurde ausgewechselt und die Rahmen neu verstärkt angeschraubt. Die Fahrt war nach Duisburg Marxloh war sehr viel länger als unsere erste Etappe. Zwischendurch mußten wir halten und unsere Räder überprüfen lassen. In Krefeld waren drei Radmuttern gefunden worden. Eigentlich dienten diese Radmuttern nur dem Ersatz, aber die Polizei von Duisburg wollte alles überprüfen. Argentinien mußte nochmal raus in die Tankstelle und ein Rad aufpumpen. Viele Leute freuen sich sehr und winken, wenn wir bei Ihnen vorbeiziehen, aber manche schütteln auch den Kopf und verstehen unser kleines Bilderrätsel nicht. Nachmittags sind wir mit kleinen Komplikationen in Marxloh gelandet. Das Einziehen auf den Platz ist immer der komplizierteste Moment der Tour, weil man sofort überlegen muß, wie man die Botschaften rangieren muß. Heute haben wir dabei noch eine Straßenbahn blockiert. Die Stimmung in Marxloh ist gut. Der Platz um die Kreuzeskirche ist sehr belebt und die Leute freuen sich, daß wir hier sind und sind gespannt auf Samstag. Wir haben direkt neue Botschafter für unsere arabische Botschaft gewonnen.
Bilder von Krefeld



Mittwoch, 10.Mai 2006, Krefeld: Was für ein schönes Fest in Krefeld! Mit 200-300 Kindern und Jugendlichen und vielen älteren Gästen. Eine super Stimmung beim kleinen World Cup. Simbabwe schlug Brasilien im Finale. Die Hip-Hop-Formation Street Evolution spielte zur Siegerehrung. Abends dann ein wunderschönes Gospelkonzert von der World Camp Formation aus Living Sound und Njeri und ein segensreicher Abendgottesdienst mit eigener brasilianischer Tanzchoreografie. Viele gingen sehr bewegt nach Hause. Aber das Team ist bereits sehr geschafft. Also, denkt an uns und kommt zur Unterstützung vorbei.
Dienstag, 9. Mai 2006, Krefeld: Es ist unglaublich! Wir hätten es selbst nicht für möglich gehalten. Die World Camp Karawane ist unterwegs und sicher am Moritzplatz in Krefeld angekommen. Es war ein wunderschöner Anblick und auch technisch hat alles funktioniert. Die Stadt hatte freies Geleit durch den Schutz der Polizei Krefeld. In den letzten Tagen schien noch einmal alles in Frage zu stehen und bis zum Montag fehlten noch mehrere Traktoren. Jetzt hatten wir mehr als zwingend nötig.
Die Leute am Straßenrand waren begeistert und alle fragten nach. Die Flyer waren sehr begehrt und da wir oft schneller als Schritttempo fuhren, mußten einige aus dem Team am Straßenrand rennen, um sie zu verteilen. Kaum waren wir auf dem Platz, kam der WDR, um eine Vorankündigung für unsere Feste auszustrahlen.
Die Pauluskirche hat uns wunderbar aufgenommen. Wir sind sehr dankbar für diese Gastfreundschaft. Unsere Stadt hat ein schönes Kirchenasyl gefunden. Und das große Vorfreude-Fest, die Vorrunde kann beginnen.


